Materialien & Verfahren
Welches Material wofür, verständlich erklärt.
Kein Datenblatt-Dschungel: Hier finden Sie eine ehrliche Einordnung, welches Material sich für welchen Zweck eignet. Die finale Auswahl treffen wir gemeinsam anhand Ihrer Anforderung.
Standardmaterialien
Bewährt, gut druckbar und für die meisten Muster- und Alltagsteile die richtige Wahl.
PLA
Der bewährte Standard für Form- und Sichtteile.
- Typische Einsatzbereiche
- Anschauungsmodelle, Musterteile, dekorative Teile, Innenraum
- Stärken
- Präzise und formstabil druckbar, große Farbauswahl, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Einschränkungen
- Wird bei Wärme weich (z. B. Auto im Sommer), spröder als technische Materialien
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
PLA+
Zähmodifiziertes PLA, weniger spröde als der Standard.
- Typische Einsatzbereiche
- Alltagsteile und Halterungen mit leicht erhöhter Beanspruchung
- Stärken
- Schlagzäher als Standard-PLA bei gleich guter Druckbarkeit
- Einschränkungen
- Wärmeempfindlichkeit bleibt ähnlich wie bei PLA
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
PLA Tough
Auf Zähigkeit optimierte PLA-Variante.
- Typische Einsatzbereiche
- Funktionsmuster und Teile, die etwas mehr aushalten müssen
- Stärken
- Deutlich bruchunempfindlicher als Standard-PLA
- Einschränkungen
- Für dauerhafte Wärme- oder Außenbelastung nicht geeignet
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
PETG
Der Allrounder für funktionale Teile.
- Typische Einsatzbereiche
- Funktionsteile, Halterungen, Behälter, Teile mit Feuchtigkeitskontakt
- Stärken
- Zäh, feuchtigkeitsbeständig, gute Schichthaftung
- Einschränkungen
- Oberfläche kratzempfindlicher, feine Details etwas weniger scharf als bei PLA
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
Technische Materialien
Für Bauteile, die Wärme, Witterung oder höhere Belastung aushalten müssen. Der Druck wird dafür entsprechend genauer abgestimmt.
ABS
Der Klassiker für robuste technische Teile.
- Typische Einsatzbereiche
- Gehäuse, Innenraum-Technik, nachzubearbeitende Teile
- Stärken
- Wärmebeständiger als PLA/PETG, gut schleif- und klebbar
- Einschränkungen
- Nicht UV-stabil, bei großen Teilen verzugsanfällig
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
ASA
Wie ABS, aber UV- und witterungsbeständig.
- Typische Einsatzbereiche
- Außenbauteile, Halterungen im Freien, Kfz-Umfeld
- Stärken
- UV- und witterungsbeständig, wärmebeständig, gute Oberfläche
- Einschränkungen
- Bei großen, flächigen Teilen verzugsanfällig
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
ASA-CF
Carbonfaserverstärktes ASA für steife Außenteile.
- Typische Einsatzbereiche
- Steife, leichte Funktionsteile im Außen- und Technikbereich
- Stärken
- Hohe Steifigkeit, matte technische Oberfläche, witterungsbeständig
- Einschränkungen
- Spröder als unverstärktes ASA, nicht für jede Geometrie sinnvoll
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
PETG-CF
Carbonfaserverstärktes PETG, steif und gut druckbar.
- Typische Einsatzbereiche
- Belastete Funktionsteile, Halterungen, steife Rahmenteile
- Stärken
- Steif und leicht, formstabiler als PETG, technische Optik
- Einschränkungen
- Geringere Zähigkeit als reines PETG, Details weniger fein
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
Flexible Materialien
Wenn ein Teil nachgeben, dämpfen oder dichten soll.
TPU
Gummiartig flexibles Material.
- Typische Einsatzbereiche
- Dichtungen, Puffer, Schutzkanten, Abdeckungen, Dämpfer
- Stärken
- Flexibel, abriebfest und dämpfend; die Flexibilität ist auch über die Geometrie steuerbar
- Einschränkungen
- Feine, filigrane Präzisionsteile sind nur eingeschränkt möglich
Materialauswahl erfolgt nach Anforderung und Machbarkeit.
Weitere Materialien auf Anfrage
Je nach Bauteil, Anforderung und Verfügbarkeit können weitere Materialien geprüft werden. Diese sind nicht standardmäßig lagernd. Ob ein Einsatz sinnvoll und umsetzbar ist, klären wir im Rahmen Ihrer Anfrage.
- PA / Nylon
- PA-CF
- PC (Polycarbonat)
- PC-CF
- PCTG
- Temperaturbeständigere Spezialfilamente
- UV-beständige Spezialmaterialien
- Weitere carbonverstärkte Materialien
- Flexible Spezialmaterialien
Möglichkeiten
Was damit umsetzbar ist.
Vom schnellen Prototyp bis zum passgenauen Ersatzteil: Diese Anwendungsfälle deckt GeFormt3D ab.
FDM-Druck
Das Basisverfahren: Bauteile entstehen Schicht für Schicht aus geschmolzenem Kunststoff, wirtschaftlich vom Einzelstück bis zur Kleinserie.
Technische Bauteile
Druckparameter, Material und Ausrichtung werden auf Funktion und Belastung des Teils abgestimmt, nicht auf schöne Standardwerte.
Flexible Teile
Dichtungen, Puffer und Dämpfer aus TPU. Die Flexibilität wird über Material und Geometrie gezielt eingestellt.
Carbon-/CF-verstärkte Materialien
Verarbeitung faserverstärkter Filamente für steife, leichte Funktionsteile mit technischer Oberfläche.
Prototypen
Schnelle Iterationen: drucken, testen, anpassen, bevor Zeit und Geld in die finale Version fließen.
Kleinserien
Wiederholgenaue kleine Stückzahlen ohne Werkzeugkosten. Sinnvolle Losgrößen werden vorab ehrlich abgestimmt.
Ersatzteile
Vom Aufmaß des Altteils über die Nachkonstruktion bis zum passgenauen Neuteil, auch ohne vorhandene 3D-Datei.
Gehäusebau
Individuelle Gehäuse mit Aussparungen, Befestigungen und Passungen für Elektronik und Technik.
Wichtiger Hinweis zu besonderen Anwendungen
Nicht jedes Bauteil ist sinnvoll im 3D-Druck herstellbar; Material, Belastung, Temperatur, UV, Maßhaltigkeit und Einsatzzweck werden geprüft. Für Lebensmittelkontakt, medizinische Anwendungen, sicherheitsrelevante Bauteile oder hoch belastete Teile gibt es keine pauschale Freigabe. Solche Anwendungen bitte immer in der Anfrage angeben. Sie werden ausdrücklich geprüft und nur nach ehrlicher Einschätzung umgesetzt oder abgelehnt.
